Obskure verfickte Experimente – Teil 1

Wir aßen Käse und Früchte, tranken Kaffee. Alena saß neben mir auf der Bank, wir starrten beide den Ozean an. Die kühlere Vormittagsbrise sorgte für ein angenehmes Klima, das die kommende Schwüle nicht einmal erahnen ließ. Sie hatte ihre Haare hochgesteckt, trug einen kurzen, durch einen gewagten Schlitz zum Lendenschurz verkommenden Mini aus Lycra, passende Schuhe und ein knappes Tank Top.

„Ok, Alena, Tag der Wahrheit! Ich würde sagen, wir brechen langsam auf Richtung Norden. Ich habe deine Dschungelausrüstung in meinem Zimmer, komm mit.“

Auf meinem Bett lagen zwei komplette Garnituren aus Latex, eine für sie, eine für mich. Das Material war gerade so stark, dass es sich noch problemlos an den Körper schmiegte, ohne Falten zu werfen, gleichzeitig aber stark genug, um nicht reißen zu können und allen möglichen Hindernissen zu widerstehen. Farblich war es dem Dschungel angepasst in Camouflage gehalten, ohne allzu militärisch zu wirken.

„Also, am Besten wird es sein, wenn du mit den Hotpants beginnst!“ Ich hielt ihr das Ding hin, frisch geölt und poliert, innen mit Babypuder ausgewischt. Dann begann ich mich selbst umzuziehen, ohne dabei meine Augen von Alenas makellosem Körper lassen zu können.

Ich stieg in meine Hotpants, sehr eng, das Teil, mit einer Wölbung für meine fetten Eier und einer netten Ausbuchtung für meinen Schwanz. Während ich die Ausrüstung trug, hatte ich eigentlich immer einen Dauerständer. Das enge Material ließ meinem Körper keine andere Wahl. Dann stieg ich in die Hose, sie passte perfekt und konnte das Dilemma in meinem Schritt nur unzureichend verbergen.

„Hey, cool, David! Ich werde also während der Arbeit dauernd deinen Schwanz vor Augen haben?“

„Sieh dich selbst an! Gleiches Recht für Alle.“

Tatsächlich, es war schlimmer als erwartet. Die extrem eng geschnittenen Hotpants bedeckten ihre Geschlechtsteile nur eben gerade noch. Darüber trug sie eine Art Strumpfgürtel, der mehr wie ein sehr kurzer Rock wirkte und oben mit einem breiten Gürtel aus Polyacryl abschloss. An der Außenseite ihrer Schenkel verlief er ein wenig asymmetrisch nach unten und hatte dort einen kleinen Reißverschluss. In den Reißverschluss hatte Alena die Latexstrümpfe eingehängt. Die Strümpfe wirkten ein wenig wie eine reduzierte Baggypant, mit kleinen Seitentaschen an der Außenseite und mehreren längs eingearbeiteten Reißverschlüsse. Sollte es zu warm sein, konnte man so für Entlüftung sorgen. Ihre Beine, Ihr Arsch und ihr Becken waren einigermaßen sicher, ohne irgendwie verborgen oder gar bedeckt zu sein. Meine Schneiderinnen hatten ganze Arbeit geleistet. Alenas Titten waren in einen schlichten, trägerlosen Schlauch-BH gezwängt, so eng bemessen, dass sie sich selbst bei einem Hundertmeterlauf nicht bewegt hätten. Darüber trug sie eine Jacke mit Kragen und abnehmbaren Ärmeln, vorne ebenfalls mit einem Reißverschluss versehen. Im geschlossenen Zustand sorgte die Jacke für eine zusätzlich pushende Wirkung auf Alenas Titten, eigentlich verheerend. Zu der Jacke gehörte auch ein Geschirr, welches sich mit Schnallen an der Schulter und der Hinterseite fixieren ließ. Eine Art Rucksack also, der trägerlos an ihrem Rücken befestigt werden konnte.

„Leider können wir die Schuhregel während der Arbeit nicht wirklich einhalten, aber ich hoffe, dir gefallen die Dinger da. Zieh sie an, sie sollten dir passen!“

Ich entnahm die halbhohen Schnürstiefel einer Schachtel und gab sie ihr. Es waren schwere Treter, die ich ihr da zumutete, aber durch einen etwas erhöhten Absatz und den nötigen Details wirkten sie weniger plump. Als letztes reichte ich ihr die Handschuhe. Latexhandschuhe mit eingearbeiteten Gripflächen auf der Innenseite der Hand, mit einer Schnalle an den Ärmeln der Jacke festmachbar.

„Wow, ich bin begeistert! Das Zeug sitzt alles wie angegossen. Und sieht echt geil aus!“ Alena drehte sich vor meinem großen Spiegel im Kreis, die verschiedenen Reißverschlüsse ausprobierend. Ich gab ihr einen Schwamm mit Öl und genoss die Prozedur des neuerlichen Polierens.

„Steck den Schwamm in eine der seitlichen Taschen deiner Strümpfe, hin und wieder nachzuölen kann nicht schaden, vor allem aus ästhetischer Sicht! Du siehst großartig aus in dem Kostüm!“ Ich ölte mich selbst nochmals ein, zog meine Jacke zurecht.

„Oh mein Gott, ich fange jetzt schon an, auszurinnen. Bist du dir sicher mit der kühlenden Wirkung der Latexklamotten?“

„Warte es ab! Das einzige Problem wird der Aufenthalt auf dem Boot sein, in der direkten Sonne! Aber wie du siehst, ist dein Kostüm modular aufgebaut. Du kannst Teile weglassen.“

„Na, da bin ich ja gespannt!“

Wir liefen runter zum Steg und noch bevor wir auf dem Boot waren, hatten wir uns bis auf die Hotpants und ihren BH ausgezogen. Die Sonne knallte auf uns runter, es würde ein sehr warmer Tag werden.

Ich verstaute einen großen Seesack an Bord des Bootes, Alena machte die Leinen los.

„Wie wäre es, wenn du wieder navigierst? Die Dünung ist heute ein wenig stärker und du solltest ohnehin Übung bekommen mit dem Boot…“

„Gern! Wollen wir die Insel an Backbord oder Steuerbord passieren?“

„Aha! Neues Vokabular, Frau Kapitän?“

„Ich war schon immer eine begeisterte Wassersportlerin, Herr Professor!“

„Davon stand nichts in deiner Bewerbung, obwohl das wichtig hätte sein können…“

„Soll ich gar keine Geheimnisse haben? Ich dachte, mein Arsch würde das wettmachen.“

„Nein, sollst du nicht und Ja, hat er auch!“

„Na gut!“, lachte Alena, „Dann halt dich fest, alter Mann!“

Sie jagte das Boot raus auf das Meer, die Wellen klatschten bald stark gegen den Bug. Einer eleganten Schleife folgend bog sie ab Richtung Norden, die Mole und das Haus waren bald nicht mehr zu sehen. Die Insel lag steuerbord querab, der Strand rund um unsere Basis wurde vom Dschungel abgelöst, bald sah man nur mehr dichten Wald auf den Hügeln, dicker Dunst zog sich über die Insel.

„Etwa 20 Meilen von hier werden wir die Mündung des Baches passieren. Wir hätten dort auch eine Möglichkeit, an Land zu gehen, aber das Gebiet ist noch nicht einmal vollständig kartographiert! Es ist sicherer, zuerst im Norden zu landen!“, schrie ich gegen den Lärm der beiden Außenborder und des gegen unser Boot klatschendes Wassers an. Ein paar Minuten später waren wir da. Alena drosselte die Motoren und steuerte uns näher an die Insel heran. Eine kleine Bucht wurde sichtbar, weißer Sand säumte sie ein. Und dann konnte man die Mündung ausmachen.

„Das ist ja absoluter Wahnsinn!“, entfuhr es Alena. Die Szenerie war tatsächlich von außerirdischer Schönheit. Nur wenige Meter hinter dem eigentlichen Strand gab es eine Geländekante, über die der Bach als Wasserfall in die Bucht stürzte. Ja, die Insel hatte tatsächlich paradiesische Züge.

„Du solltest das Gebiet da schnell erkunden, David! Dann können wir hierher schwimmen kommen!“

„So bald als möglich! Immerhin wäre das auch der einfachste Zugang zur Siedlung. Aber warte, der Strand im Norden ist nicht viel schlechter.“

Die Fahrt nahm insgesamt eine dreiviertel Stunde in Anspruch. Der Strand im Norden war sehr flach, so dass wir das Boot gute 300 Meter von Land verankerten. Ich schnappte mir den Seesack und sprang in das gerade hüfthohe Wasser.

„Nimm den Rucksack mit, er steckt unter der Bank!“, rief ich ihr noch zu und watete an Land. Dort angekommen überquerte ich den Strand, lief weiter Richtung Busch, fand die Schneise, die ich ein halbes Jahr vorher geschlagen hatte fast vollständig verwuchert wieder. Ich öffnete den Seesack, nahm ein Machete heraus und machte mich an die Arbeit, als Alena mich einholte. Sie ließ den schweren Rucksack achtlos fallen.
„Vorsicht mit dem Ding, da drin findest du ein ganzes Arsenal an Waffen und Munition.“

„Was? Scheiße, David, sag mir das früher! Ich hasse dieses Zeug.“

„Ok, wir sind gleich raus aus der direkten Sonne und mitten im Wald.“ Ich holte eine zweite Machete aus dem Sack, hielt sie ihr hin. „Mit einem Messer kannst du ja wohl umgehen, oder? Vorsicht, es ist sehr scharf. Pass auf, wo du damit hinschlägst, ok? So lange du hinter oder direkt neben mir bist, lass es besser in der Scheide. Und hiermit kannst du es an deinem Strumpfgürtel befestigen. Aber warte noch und folge mir einfach!“

Ich hatte den Einstieg in den Dschungelpfad freigelegt. Hinter der Schneise begann ein Pfad, noch einigermaßen erhalten, ein paar Hiebe hie und da räumten ihn frei von Neubewuchs.

„Ein Stück noch und wir kommen zu einer überschatteten Lichtung, dort zeig ich dir deine Ausrüstung.“

Alena hielt sich wenige Meter hinter mir, brachte vor lauter Staunen über den dichten Wald den Mund nicht mehr zu. Es ging leicht bergauf und wenige Minuten später waren wir da. In einer kleinen, durch steinigen Boden nur schwach bewachsenen Lichtung hatte ich eine Hütte ähnlich der auf dem Atoll errichtet. Ich schloss sie auf, trat ein. Auch hier alles unverändert. Aus dem Seesack holte ich eine Flasche mit Wasser, hielt sie Alena hin. Sie war sichtlich ins Schwitzen gekommen. Was für ein Glück, dass sie offensichtlich wasserfestes Make-up aufgetragen hatte. Sie trank hastig, nahm tiefe Schlucke, ein Rinnsal lief ihr aus dem Mund, den Hals hinunter in ihr Top. Zusammen mit dem Schweiß, der überall auf ihrer Haut stand hatte man den Eindruck, sie käme gerade aus einem Platzregen. Über ihren öligen Körper strich ein Anfall von Gänsehaut.

„Wie sehe ich aus, hier mitten im Wald?“

„Perfekt, meine Süße, du siehst umwerfend aus. Zeig mir doch noch mal, wie du mit offenem Mund trinkst.“

„Meinst du so?“ Sie warf ihren Kopf zurück, riss ihren Mund so weit als möglich auf und leerte sich das Wasser in ihren offenen Rachen. Die prallen, sehr roten Lippen wirkten hypnotisch auf mich.

„Genug, Alena, mein Schwanz hat in dem Ding kaum Platz, groß zu werden. Geschminkt im Dschungel, das würde schon reichen.“ Ich sah an mir runter, eine dicke Beule hatte sich an der Vorderseite meiner Hotpants gebildet.

„Zieh dich an. Ich zeig dir jetzt, wie man hier einigermaßen überleben kann.

*****

Alena spart nicht mit eindeutigen Posen, während sie sich vor mir anzieht. Sie dreht mir ihren Arsch zu und bückt sich nach den chaps-ähnlichen Strümpfen, der viel zu kurz geratene Mini, oder besser der lang geratene Strumpfgürtel und die knapp gehaltenen Hotpants tun ein Übriges. Ich muss mich konzentrieren, um sie nicht zu begrabschen. Die Stiefel, die Jacke, aus der sie ihre Titten quellen lässt, eine einzige langbeinige Vergewaltigungsphantasie.

„Fertig!“

„Sagst du! Ok, der Gürtel, Moment!“ Ich krame in dem Seesack herum, hole den breiten, stark gewebten Polyacrylgürtel raus.

„Also, häng dir das Ding um, sollte dir passen und ist lang genug gemacht, um ihn modisch einwandfrei eher hüftig zu tragen. In das Ding hängst du das Messer ein und befestigst die Scheide der Machete zusätzlich mit diesem kleinen Clip hier oberhalb des Knies an deinen Strümpfen.“

Sie stellt sich geschickt an, schließt das Messer mit zwei Handgriffen fest an ihren Körper.

„Am anderen Bein hast du noch so eine Halterung. Da kommt das Ding rein.“ Wieder Gekrame. Ich halte ihr die Knarre hin.

„19er Glock Faustfeuerwaffe, aus Österreich. Fast vollständig aus Plastik, weder Regen noch Salzwasser noch Schlamm können dem Ding was anhaben. 19 Schuss, neun Millimeter, kaum ein Rückstoß und deshalb auch für Anfänger geeignet, dennoch extrem tödlich. Sag jetzt nichts, häng das Ding an deinen Gürtel. Sie ist ungeladen und gesichert, es kann nichts passieren. Das da gehört noch dazu, zwei Reservemagazine, machst du auch am Gürtel fest, hier hinten links. Genau!“

Ich beginne, mich selbst auch anzuziehen, steige in meine Hose, hole den zweiten Gürtel aus dem Seesack. Darüber meine Jacke.

„Unsere Jacken sehen unterschiedlich aus, haben aber die selben Applikationen. Hier, diese Schließen an den Schultern sind für deinen Tagesrucksack gedacht. Und der sieht so aus…“

Ich hole zwei mittelgroße Rucksäcke aus Latex aus dem Sack. Sie sind ebenso wie unsere restliche Ausrüstung in Schwarz und Camouflage gehalten. Ein ausgeklügeltes Schließsystem sorgt dafür, dass man sich die Dinger blitzschnell an der Jacke festmachen und lösen kann. Ich halte Alena ihren hin.

„In dem Ding findest du alles, was du für zwei, drei Tage im Dschungel brauchst. Medikamente, Karte, Kompass, Notproviant, für dich sogar Tampons. Und es ist noch genug Platz für deinen Kleinkram. Dein Handtaschenersatz für die nächsten Monate. Natürlich wasserdicht, reißfest, sonst noch was. Dazu gehört diese Wasserflasche, deine Maske, diese Mini-Axt, ein Moskitonetz und ein paar andere nützliche Kleinteile.“ Ich hänge ihr den Rucksack um, berühre dabei ihre Brust. Selbst durch das Top und die Jacke hindurch heben sich ihre Nippel samt den Piercings ab.

„Oh Mann, mir ist heiß.“, flüstert sie in mein Ohr. „Ich rinne aus in diesen Klamotten!“

„Keine Sorge, das wird gleich besser. Wenn du richtig feucht bist, hörst du schlagartig zu schwitzen auf.“

„Ich bin schon richtig feucht, und ich meine wirklich überall. Das Gefühl von diesem Latex zwischen meinen Beinen macht mich bei jeder Bewegung fertig. Wie soll ich so arbeiten können?“

„Keine Sorge, man gewöhnt sich daran. Glaub mir, dieses Latexzeug ist cool, im wahrsten Wortsinn.“

„Ok. Jetzt sehe ich aus wie Lara Croft. Und weiter?“

„Ich zeig dir was.“ Ich hole meine Karte aus dem Rucksack, schlage sie auf. „Wir sind hier, knapp unterhalb des Strandes. Hier etwa wäre das Boot.“ Mein Finger tippt auf die entsprechenden Stellen. „Dieses Kreuz da auf dem Hügel ist die Position der Kultstätte. Ach ja, warte…“

Ich bücke mich abermals nach dem Seesack, hole eine Armbanduhr heraus. Das breite Band schließt fest um Alenas Arm. „Mit diesem GPS-System findest du jederzeit überall hin. Du kannst Fixpositionen abrufen und wirst dann direkt dorthin geführt. Die Kultstätte etwa ist schon gespeichert, sogar mit Marschroute.“ Ich drücke ein paar Knöpfe. „Siehst du? Ich wähle hier die Kultstätte an und dann führt mich dieser Pfeil entlang des Pfades direkt dorthin.“

„Genial! Hey, lass das!“ Sie sieht mich über ihre Schulter an, die Augen so weit als möglich geöffnet, leicht niedergeschlagen. Gerade die richtige Menge Respekt, um sie nicht disziplinieren zu müssen. Ich habe eine Hand um ihren Arm gelegt, halte sie fest und ziehe die Uhr so knapp an ihre Titten heran, dass ich sie unweigerlich berühre, wenn ich die Uhr bediene.

„Sch!“, mache ich und lege ihr den linken Arm um die Schulter. „Pass lieber auf, sonst findest du eines Tages vielleicht nicht mehr nach Hause. Also, das Ding ist simpel programmiert und erklärt sich selbst. Mach dich damit vertraut, wenn du Fragen hast,…“

„Keine Sorge, GPS habe ich schon lange drauf. Zeig mir was Neues!“

„Ok. Der Funk. Klaro Bluetooth. Klemm dir dieses Teil ins Ohr und du bist direkt mit mir verbunden, egal wo ich gerade bin. Vollduplex, das heißt, du kannst reden und hören gleichzeitig wie bei einem Telefon. Du musst keine Taste drücken. Sprachsteuerung. Sag einfach ‚David Ende‘ und du bist stumm geschaltet. Wenn du nur meinen Namen sagst, schält sich das Teil wieder ein. Nach fünf Minuten ohne direkte Kommunikation schaltet das Gerät selbst auf Stumm und stört dich nicht mehr. Wasserfest, du kannst damit sogar schwimmen gehen.“

„Werde ich probieren. Und was soll ich jetzt mit der 19er Glock Superwunderknarre?“

Sie windet sich aus meiner Umarmung, dreht sich um und blickt an sich hinab auf die Pistolentasche.

„Brauchst du noch nicht. Ich wollte sie dir nur zeigen und dich an das Gefühl gewöhnen, dass du sie ab jetzt tragen wirst, wenn du das Haus verlässt.“

Ich halte ihr wieder die Karte der Insel vor die Nase. „Wir sind also hier. Wir gehen jetzt los und laufen den Pfad entlang bis zur Kultstätte. Du siehst hier diesen kleinen roten Fleck? Und du siehst hier diese anderen roten Flecken? Das ist kontaminiertes Gebiet. Wenn du auch nur in die Nähe kommst, warnt dich dein GPS. Setz die Maske sofort auf, das ist wichtig, okay? Die Maske hängst du dir am besten an den Gürtel, ein drehender Wind kann dich schon in arge Bedrängnis bringen. Und es gibt sicher noch Gebiete mit Orchideenbestand, von denen ich gar keine Ahnung habe. Das ist die Übung für heute: setz deine Maske auf und folge mir bis zur Kultstätte.“

Alena sieht mich ein wenig schief an. „Jetzt schon?“

„Du kannst auch warten, bis das GPS loslegt, wie du möchtest. Ich bin ja bei dir und kann dich zur Not aus der Gefahrenzone rausholen. Und letztendlich genieße ich es, dich in absoluter Rage zu erleben.“

„Mann. Du hättest ruhig irgendwann erwähnen können, dass es sich bei deiner Insel um eine grüne Hölle der besonderen Art handelt. Ich kann mich ja kaum normal bewegen ohne irgendwelchen schrecklichen Gefahren ausgesetzt zu sein. Und der größten Gefahr bin ich sowieso permanent ausgeliefert. Dir nämlich!“

„Stimmt und stimmt nicht. Ich gebe zu, es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber mit ein wenig Übung wirst du hier die Dschungelkönigin. Da fällt mir ein, du hast doch vor ein paar Tagen erwähnt, dass du noch nie in einem richtigen Dschungel warst.“

Ich widme mich wieder dem Seesack und als ich mich aufrichte, halte ich in meiner Rechten eine Remington 870er taktische Pump-Gun, gekürzt und gummiert, abnehmbarer, schwenkbarer Schaft.

„Du gehst vor, Alena! Nimm deine Machete, ich halte uns den Rücken frei, gut?“

Sie sieht nicht wirklich glücklich aus.

„Mann, David, ich hasse dich! Wenn die Aufgabe hier nicht so interessant wäre, ich hätte längst einen Rückflug gebucht. Ich wette mit dir, dass wir das Ding nie brauchen werden. Du hast das Zeug nur hier, weil du ein Prototyp von einem völlig verkorksten Machoarschloch bist. Waffen! Auf einer Insel, die dir gehört und die außer dir kaum jemand kennt. Stell einfach Schilder auf, Private Property oder etwas in der Art!“

„Ich habe keine Angst vor Einbrechern hier auf der Insel, meine Liebe. Ich habe aber ziemlichen Respekt vor ihren Einwohnern, und ich rede dabei nicht über uns beide, sondern alles, was hier sonst noch kreucht, fleucht und schwimmt.“

„Also gut! Dann halt mir den Rücken frei und bleib in meiner Nähe, wenn du kannst. Es ist nicht wirklich mein erstes Mal im Wald.“

Alena rafft all das Zeug zusammen, befestigt die Maske an ihrem Gürtel, zieht die Machete und rennt los. Ich lasse den leeren Seesack liegen, gehe ihr hinterher und lade die 870er. Sie legt ein ziemliches Tempo vor, hackt gekonnt Lianen und anderes Grünzeug ab und achtet darauf, mich zu beeindrucken. Aber wie zu erwarten war, hält sie nicht lange durch. Schon nach wenigen Minuten wird sie langsamer, aufmerksamer ihrer Umgebung gegenüber. Wer nie zuvor in einem Dschungel war und bestenfalls dichte Wälder kennt, wer nie die Erfahrung gemacht hat, vollständig in einem grünen Labyrinth gefangen zu sein, voll mit Leben, völlig undurchsichtig, stickig, nebelig, feucht, schlammig, laut und doch für Augenblicke eigenartig still, wer immer auch zum ersten Mal einen Urwald betritt, vergisst diesen Eindruck nie. Alena bleibt mitten in der Bewegung reglos stehen, ihre Hand noch halb erhoben zum nächsten Schlag. Affen schreien gellend und sogar für Laien hörbar nervös irgendwo links von uns, glaube ich zunächst. Oder ist das hinter mir? Sie bewegen sich, ziemlich schnell. Wir hören das Knacksen brechender Äste, Blätter schlagen zu hunderten aneinander und erzeugen ein Rauschen. Ich erreiche Alena, stehe ganz knapp hinter ihr.

„Na? Überrascht? Willst du immer noch im Bikini hier durchspazieren? Soweit wir wissen, gibt es auf der Insel mindestens vier Affengruppen, alle ungefährlich, extrem scheu, immer auf der Flucht, wenn sie Mensch auch nur riechen. Wahrscheinlich Gibbons oder Springaffen. Ich mache dir einen Vorschlag: steck dir dein Headset ins Ohr, dann sind wir beide dauernd miteinander verbunden und müssen auch über größere Distanzen nicht schreien, um miteinander reden zu können. Gutes Gefühl, wenn ich deinen Atem in meinem Ohr habe hier draußen.“

„Gute Idee! Es ist phantastisch hier, ich bin schwer beeindruckt! Wow! Ok, wie lange geht man bis zur Kultstätte?“

„Von hier aus ungefähr sieben Kilometer, rechne mit eineinhalb bis zwei Stunden, wenn du dein Tempo ein wenig drosselst und die Landschaft genießt. Es gibt etwas, das wir auf dieser Insel nicht haben, nie haben werden: Eile, Hast und Stress. Nach Ihnen!“

Hätte ich damals nur geahnt, wie sehr ich mich damit täuschen sollte…

Ich weise mit meinem Arm in die Gehrichtung. Alena legt wieder los, fingert noch an ihrem Bluetoothset herum.

„Hörst du mich da hinter mir?“ Sie flüstert auf eine Art und Weise, die selbst Kastraten stocksteif werden lässt.

„Und wie ich dich höre. Geh, sonst wirst du womöglich nicht von wilden Affen, sondern von mir überfallen.“

„Du bist ein wilder Affe! Halt dich zurück, du kriegst mich erst später, mein Süßer!“

Eine Zeit lang laufe ich einfach hinter ihr her. Ihre Kondition scheint sehr gut zu sein, fast noch besser, als ich nach all den Tests, denen Alena sich unterzogen hat, vermutete. Sie bekommt ein Gefühl für das Messer, bewegt sich sehr geschickt. Ihr Arsch ist trotz der Dschungelausrüstung sozusagen unbedeckt, das eng anliegende Latex überlässt nichts der Phantasie. Dazu stöhnt sie mir direkt ins Ohr! Ich lausche dem Geräusch, versuche selbst möglichst leise zu sein. Unfassbar, wie soll ich so jemals arbeiten können, durchfährt es mich.

Nach etwa vierzig Minuten Marsch vernehme ich plötzlich ein deutliches ‚Piep‘ in meinem Headset. Alena stoppt plötzlich, sieht auf das Instrument an ihrem Handgelenk, dreht sich zu mir um.

„Alarm!“, sage ich und lege die letzten paar Meter zu ihr zurück. „Zeit für die Maske, wenn du nicht zum Opfer meiner Entdeckungen und deiner Lust werden willst.“

„Shit. David, mir ist das gar nicht geheuer mit diesem Duft. Ich habe drüber nachgedacht in den letzten paar Tagen, ich glaube sogar, mich an ein paar Details aus meinem Rausch erinnern zu können.“

„Setz die Maske auf, jetzt! Du kannst ja mit dem Ding weiterreden, aber riskiere hier nichts!“ Ich mache eine einladende Handbewegung. „Nimm das bitte ernst, ich will nicht jede Expedition abbrechen müssen, nur weil dir etwas nicht geheuer ist, verstehst du?“

Alena schenkt mir einen Blick, der so absolut nichts Gutes verheißt, dass sogar ich mich ein wenig zurücknehme, nimmt die Maske vom Gürtel, zieht sich die Bänder über den Kopf.

„Am Besten wäre es, wenn du in Zukunft deine Haare zu Zöpfen geflochten trägst, wenn du hier im Dschungel arbeitest. Da tust du dir leichter mit dem Teil.“

„Danke für den fast überflüssigen Hinweis! Hey, was ist das?“ Alena presst die Maske an ihr Gesicht, ihre Augen starren über ihre Nasenspitze nach unten, als könnte sie so sehen, was da mit ihren Lippen passiert. „Ich kann meinen Mund nicht schließen. Dafür ist also die Wulst gedacht?“

„Genau. Panikreaktion ausgeschlossen. Deinerseits zumindest. Ich glaube, wenn ich dich lange so sehen muss, mit geöffneten Lippen und irgendwie gefangen, gerate ich noch sehr in Panik.“

„Du sexistisches Arschloch!“, schnauft sie in das eng anliegende Latex auf und in ihrem herrlichen Mund.

„Nana, ich muss dich doch sehr bitten, Frau Assistentin!“ Mit einem schnellen Handgriff grabsche ich mir ihre Möse, drücke durch das enge, geschmeidige Latex ihren Kitzler. Sie zischt mich an, wieder der Teufelsblick. Ihr Stolz lässt es nicht zu, dass sie sich bewegt. Sie nimmt meinen Griff hin wie eine Kuh die Hand des Bauern am Euter, aber ihre Augen, ihre Mimik sprechen eine klare Sprache.

„Lass sofort los!“, flüstert sie endlich. „Ich werde dir kein einziges Mal mehr durch diese Orchideen berauscht in die Hände fallen, verlass dich drauf. Außer natürlich, du vergiftest mich wieder mit dem Zeug. Und selbst das wird dir nie wieder so leicht fallen, weil ich jetzt darauf vorbereitet sein werde. Du hast eine wehrhafte, selbstbewusste Mitarbeiterin gesucht, und du hast so eine gefunden. Level 2, mein Bester, ich habe gerade Level 2 erreicht, verstehst du?“

„Nein, tut mir leid. Du bist nicht Level 2, meine Kategorisierung läuft anders. Du bist bestenfalls eine Auszubildende mit Vorahnung, und so jemanden nenne ich Inselnovizin. Level 2 erreichst du frühestens in zwei, drei Wochen. Alles klar?“

Ich greife ihr an den Hals, drücke ihn ein wenig, bewege meine Hand auf ihre Titten zu.

„Wie geht es dir mit der Hitze, Alena?“ Sie schließt ihre Augen, lässt ihren Kopf ein wenig nach unten fallen, ihr nach wie vor perfekt geschminkter Mund steht offen vor mir. Durch die Hitze haben sich zwischen ihrer Haut und der Maske bereits zahlreiche Tröpfchen gebildet, irgendwie findet die Flüssigkeit einen Weg um unterhalb ihres Kinns heraus zu rinnen.

„Du hast Recht gehabt, ich stehe zwar förmlich unter Wasser, aber die Flüssigkeit kühlt mich. Ich hätte dir fast nicht geglaubt. Aber eine andere Hitze macht mir Probleme…“

„Halt den Mund und geh weiter! Ich habe dir schon gesagt, du befindest dich in höchster Gefahr und mein Schwanz hat mir geraten, dich darauf noch einmal extra hinzuweisen.“

„Na gut, Herr Professor, los geht’s!“

Die Maske hatte noch einen zweiten Effekt zu bieten. Nachdem es Alena unmöglich war, ihren Mund ganz zu schließen, war alles, was an Worten über ihre Lippen kam und via Headset tief in mein Ohr drang begleitet von einem Sound der so klang, als würde sie ein wenig sabbern während sie redet. Gerade so, als würde sie mir irgendeine Sauerei auf meine Schwanzspitze flüstern. Großartiges Geräusch…

Ich gebe ihr wieder ein paar Meter Vorsprung. Ihr folgend drehe ich mich manchmal um, nur um sicher zu gehen. Als Biologe ist mir klar, wie gefährlich es sein konnte, in einen absolut unerforschten Wald einzudringen. Ich bin auf das Äußerste gespannt und versuche, mir das nicht anmerken zu lassen. Der Wald war viel gefährlicher, als ich ihr das jemals sagen konnte, ohne sie zu verschrecken. Die baulichen und organisatorischen Arbeiten, die das gesamte Projekt hier erst möglich gemacht haben, nahmen zu viel Zeit und Kraft in Anspruch, um eine wirkliche Erkundung und Erfassung des Terrains zu ermöglichen. Rundflüge, Vermessung aus der Luft und vom Wasser aus, zehn, elf kürzere Expeditionen, gerade mal ein erster Eindruck. Viel von meinen vorgeblichen Ortskenntnissen war eher Mutmaßung und Instinkt. Es würde für uns beide nicht einfach werden, hier unbeschadet zu überleben. Schließlich drangen wir gerade in ein biologisches System ein, dass möglicherweise schon seit Jahrtausenden, vielleicht auch Jahrzehntausenden vom Rest der Welt abgekoppelt war. Ein natives Habitat, etwa so wie die Galapagos-Inseln, Australien und Neuseeland. Terra incognita. Des Forschers Leidenschaft und viel zu oft auch Untergang.

Wenige Minuten später rieche ich sie plötzlich. Der Duft der Orchideen ist plötzlich überall, süß und schwer, betörend und ablenkend zugleich. Obwohl das Zeug tatsächlich nur auf Frauen zugeschnitten war, empfand ich den Geruch als extrem einnehmend. Poppers ohne Nebenwirkung und mit unbegrenzter Wirkdauer.

„Wir sind mittendrin, Alena.“, sage ich leise in das Headset. „Die Dinger müssen hier zu Dutzenden blühen, ich habe sie selten so stark gerochen. Jetzt wird sich weisen, ob die Maske wirklich dicht ist. Keine Sorge, ich bin ja bei dir!“

„Was soll das heißen? Ich dachte, du wüsstest, dass das Ding dicht ist?“

„Ich habe es nie im Feld ausprobiert, nur an deiner Puppe!“

„Du machst mich krank! Hoffentlich hast du diese Scheißpuppe korrekt anfertigen lassen!“ Sagt es, dreht sich am Absatz um und geht weiter. Ihr geiler Arsch wackelt vor mir durch das dichte Grün und macht es mir mit jeder Bewegung schwerer, mich auf meine Umgebung zu konzentrieren. Nach ein paar Minuten lässt der Geruch endlich ein wenig nach, kurz darauf ist er so plötzlich verschwunden wie er vorher aufgetaucht ist. Ich atme ein paar Mal tief durch, habe das Gefühl, langsam zu landen, so als ob mir gerade schwarz vor Augen gewesen wäre und mein Kreislauf langsam wieder in Schwung käme. Seltsam, denke ich bei mir. So einen starken Effekt hat das Zeug noch nie auf mich gehabt. Irgendwie bedenklich. Da reißt mich Alenas gepresst klingende Stimme plötzlich aus meinen Überlegungen.

„Scheiiisseedavid, da ist was, eine Schlange!“

Ich höre sie durch das Headset als stünde sie direkt neben mir.

„Frier ein, so wie du bist! Nicht bewegen, auf keinen Fall!“

Schweigen.

„Welche Farbe hat das Ding? Wo sitzt sie?“ Ich stehe etwa fünfzehn Meter hinter Alena, regungslos.

„Direkt vor mir in einem Busch… sie hat mich wahrgenommen, sie hat mich gesehen…“

Alena presst jedes Wort fast unhörbar leise über ihre starren Lippen, ich höre ihre Angst.

„Welche Farbe?“

„Grün, sehr helles Grün, sieht saugiftig aus. Fuck, was mache ich jetzt?“ Panik in ihrer Stimme. Ich lasse sie nicht aus den Augen, setze ganz langsam einen Fuß vor den anderen, ziehe die Remington an meinen Bauch.

„Du machst nichts, ich komme schon. Nicht bewegen, auf keinen Fall.“ Ich kann die Schlange nicht sehen, schleiche fast geräuschlos weiter vor. „Okay, hier die Fakten zur Ablenkung. 90% aller Schlangenbisse treffen Menschen am Knöchel oder darunter. Du trägst Stiefel, die höher sind und das Latex ist weniger durchlässig als irgendein gewöhnliches Textil. Schlangen hören so gut wie nichts und nehmen ihre Opfer fast ausschließlich über Geruch und Bewegung wahr. Solange du dort stehst wie eine Statue, bist du für sie kaum sichtbar, sie wird dich nicht angreifen. Aber beweg dich um Himmels Willen keinen Zentimeter! Apropos, wie lange ist das Ding etwa?“

Ich hoffe, dass Alena nicht gehört hat, wie nervös ich selbst war.

„Vielleicht einen Meter, nicht besonders dick! David, Scheiße, sei vorsichtig!“

„Es handelt sich wahrscheinlich um eine ‚Trimeresurus Albolabris‘ oder weniger wissenschaftlich um eine Weißlippen-Bambusotter. Diese verfluchten kleinen Biester sind nicht tödlich, aber ihr Biss kann starke Lähmungserscheinungen hervorrufen. Ich hoffe, ich hab dir damit ein bisschen die Angst nehmen können!“ Ich bin ein Stück an Alena heran gekommen, immer noch nichts zu sehen. Ich schiebe mich nur noch zentimeterweise nach vor.

„Okay, meine süße Hure, ein Experiment. Du wirst jetzt deinen rechten Arm gaaanz langsam in die Richtung zeigen lassen, in der das Biest sitzt. Millimeter für Millimeter, jaaa, so, ganz langsam…“

Alenas Arm zittert, aber sie bemüht sich sehr, beherrscht zu wirken.

„Nenn mich ruhig Hure, während ich mich nicht wehren kann… Gut, da ungefähr, da sitzt sie. Ich zeige jetzt direkt auf sie.“

Ich starre Alenas Arm an, versuche mir die Verbindung zu dem für mich nicht einsehbaren Gebüsch vorzustellen. Drei, vier Meter vielleicht. Schräg vor mir. Ich hebe die Remington an, ziele in die angegebene Richtung.

„Nachdem das so toll funktioniert, gleich noch ein Experiment. Ich zähle jetzt bis drei. Dann wirfst du dich auf die Seite, nach links, okay?“

„Was soll da okay sein?“

„Hör zu, du springst, ich schieße, wir haben vielleicht nur diese eine Chance. Versau sie nicht. Du musst sofort springen, nicht vorher in die Knie gehen oder so, lass dich sofort nach links fallen, wenn es so weit ist, gut? Schreck dich nicht, es wird gleich sehr laut sein hier. Bereit?“

Lange nichts, nur Alenas beinahe stockender Atem.

„Bereit! Schieß nicht daneben, Mann!“

„Keine Sorge!“ Ich presse mir die Remington in Zeitlupe gegen die Wange, entsichere sie seitlich. Wage noch ein paar Zentimeter Weg in die angegebene Richtung.

„Eins!“ Ich flüstere in mein Headset, Schweiß auf meinem ganzen Gesicht, ein Tropfen kitzelt mich an meiner Nase.

„Zwei!“ Spätestens jetzt muss ich stehen bleiben.

„Drei!“ Alena springt, ansatzlos, ich sehe sie nur aus meinem Blickfeld verschwinden und ziehe den Abzug durch. Man hat das Gefühl, als käme der Knall zeitverzögert. Ohrenbetäubend. Rauch, fast wie in Zeitlupe sehe ich, wie die Hülse ausgeworfen wird. Gute alte Schrotmunition.

„Fuck!“ schreit Alena via Headset in mein Ohr. Ich bin orientierungslos, von dem Gebüsch zwischen mir und der Schlange ist nur noch ein Gerippe mit vollkommen durchsiebten Blättern vorhanden. Und doch, da liegt die Schlange, regungslos. Oder zumindest das, was von ihr übrig ist, gerade noch wahrnehmbar zwischen all dem zerschossenen Grünzeug. Ich springe einen großen Schritt näher, ziele schnell, repetiere und feuere einen zweiten Schuss ab. Alena schreit erschreckt auf. Ich drehe mich nach ihr um, was für ein Bild! Da liegt sie, schräg hinter mir auf dem Rücken, die Beine gespreizt, eine Hand am Halfter ihrer ungeladenen Pistole. Aha!

„Wolltest du gerade deine Waffe ziehen, mein Schatz?“

Sie starrt mich mit weit aufgerissenen Augen an, unter ihrer Maske steht das Wasser deutlich sichtbar, sie starrt auf die Stelle hinter mir, wo die Schlange war, bewegt sich nicht.

„Du machst gerade den Anschein, als würdest du nach deiner Macho-Arschloch-Waffenfreakpistole greifen. Als wolltest du sie ziehen, das Teil, das du bis zu unserer Abreise nicht gebrauchen wolltest. Angenommen, die Knarre wäre geladen und du hättest eine Schlange dieser Größe mit einem Schuss erledigt, dann wäre ich vor Erfurcht erstarrt. So erstarrt hier langsam ganz etwas anderes…“

Es ging so blitzschnell, ich hatte nicht einmal Zeit um nachzudenken. Alena löste sich aus ihrem Krampf, riss sich die Maske vom Gesicht, holte aus zum Schrei. Im selben Augenblick schleudere ich das Gewehr von mir, werfe mich auf sie, schlage dumpf auf, in ihren Augen ganz dicht vor mir Entsetzen und Überraschung, Unverständnis und Furcht. Ich presse meine rechte Hand auf ihren Mund und über ihre Nase, so gut es geht, grabsche mit der anderen nach der Maske, die sie immer noch festhält. Sie gibt ein komisches Geräusch von sich, verschluckt sich fast durch die plötzliche Atemnot, reißt ihre Augen weit auf. Ein Urgestöhne bricht aus ihr hervor, sie beginnt, um sich zu schlagen. Im ersten ‚Fick mich!‘ kann ich sie gerade noch unterbrechen, presse ihr die Maske fest aufs Gesicht und versuche unter dem Einsatz meines gesamten Körpergewichtes, sie ruhig zu halten. Ich knie auf ihrem Brustkorb, klemme ihre Arme unter meine Beine, halte ihr den Kopf zu Boden und streife ihr mit viel Gewalt die Riemen der Maske wieder über. Sie keucht heftig, wehrt sich immer verbissener. Ich versuche an meinen Rucksack ranzukommen, es dauert eine Weile, bis ich die Klettverschlüsse rausbekomme. Ich drehe Alena kurz seitlich, ziehe ihr die Hände auf den Rücken und streife ihr die Verschlüsse über. Dann ziehe ich sie an den Schultern hoch, schleife sie zum nächsten Baum, die Arme herum, Klettverschluss zu. Alena schreit wie am Spieß.

„Du sollst mich ficken, hörst du? Ich will von dir bestiegen werden, deinen Saft. Steck ihn mir ins Maul!“

Ich knie vor ihr, halte ihr Kinn fest, ziehe ihren Kopf an mich heran. „Hör mir zu!“, sage ich laut und zwinge sie, mich anzusehen, „Du wirst dich jetzt sofort beruhigen! Atme ruhig und tief, du kannst nicht viel erwischt haben, es wird gleich besser! Verstehst du mich?“

„Aaaaahh!“, macht sie und lässt sich nach vor fallen, bis sie ihre Arme an den Baum und die Fessel erinnern. „Du hast mich schon festgebunden. Guut,… dann wird es ja nicht mehr lange dauern, bis du mich endlich fickst, oder? Du stehst auf SM, hä? Du willst mich als deine Sklavin missbrauchen. Bitte, bitte fick mich endlich!“ Sie wirkt ruhiger aber immer noch stark erotisiert.

„Nein, das werde ich nicht tun. Wir sollten von hier weg kommen. Beruhig dich und dann lass uns weitergehen, bis wir aus dem Gebiet hier raus sind, okay?“

„Dann steck mir wenigstens einen Finger in die Möse, bitte! Warum soll ich leiden, so lange dieses wunderbare Gefühl in mir anhält? Komm schon, steck mir einen Finger in die Möse, du willst es doch sowieso. David?“

Ich spreize ihre Beine, drücke sie zurück gegen den Baumstamm hinter ihr. „Na los, öffne dich! Wenn du schon so scharf drauf bist, solltest du mir wenigstens etwas bieten, oder?“ Sie kommt der Aufforderung augenblicklich nach, öffnet sich, hebt ihr Becken hoch. Ich sehe ihre Möse durch die enge Stelle ihrer Hotpants durchschimmern, Schweiß steht an jeder Hautpore, Alena glänzt als Ganzes wie ein frisch poliertes Schmuckstück. Ich greife ihr mit der linken Hand in ihr Haar, ziehe ihren Kopf zurück. Mit der anderen schiebe ich die Hotpants zur Seite, ein wenig mühsam, weil der Gummi fast so glitschig ist wie ihre Möse selbst. Ein letzter Ruck und ihr Schritt platzt fast aus dem Teil heraus, ihre sichtlich geschwollene, erregte Möse sieht aus wie eine reife Frucht, nass als hätte sich ein warmer Sommerregen über sie ergossen. Aber das interessiert mich eigentlich nicht. Ihr Arsch…

Sie schreckt hoch, reißt sich selbst an den Haaren, die ich immer noch festhalte, fällt ein wenig unsanft durch die Fesseln auf den Boden zurück und steckt sich mit dieser Bewegung meinen Finger noch tiefer in ihren feuchten, öligen, aber engen Arsch. Durch die Maske hindurch vernehme ich ein überraschtes aber zufriedenes Gurgeln. Ihr ganzer Körper pulsiert, ich spüre wie ihr Schließmuskel meinen Finger durcharbeitet. Alena beginnt leise zu stöhnen, ich versuche ihren Rhythmus zu finden und stecke ihr den Finger bis zum Anschlag in ihren Darm. Dann ziehe ich ihn langsam wieder heraus, gerade so weit, dass sie nicht zu jammern beginnt. Langsam wieder rein. Ich knie mich so zwischen ihre weit geöffneten Beine, dass ich sie lecken kann, ficke ihren Arsch ruhig und gleichmäßig durch, ohne auf ihre sich steigernde Erregung einzugehen. Meine Zunge streift ihren Kitzler, sie zittert, bäumt sich auf, ihr Arsch verliert meinen Finger beinahe, ich muss vorsichtig sein und schiebe ihn sofort wieder ganz rein, fast ein bisschen zu weit. Alena beginnt leise zu jammern aber ich bin unerbittlich. Ich drücke meine Zunge fest gegen ihren aufgeblähten harten Kitzler, links, rechts, links, rechts, ein ausgezeichnetes Training. Alena lässt sich nicht lange bitten, ihr Gestöhne wird immer animalischer, die Maske trägt zum akustischen Genuss mit bei. Und dann platzt ihr Orgasmus aus ihr raus, es ist schwer, sie noch festzuhalten. Ihr ohnehin offener Mund öffnet sich wie das Maul einer hungrigen Raubkatze, Schweiß perlt auf ihrem ganzen Körper, vor allem unter der Maske. Man sieht ihren Mund nur wie hinter einer beschlagenen Fensterscheibe. Links und rechts ihres Kinns ergießt sich ein Sturzbach aus Schweiß und Speichel aus dem Gummi, sie sieht hinreißend aus. Ich wichse sie so lange, bis sie erschöpft zu Boden fällt.

„Bitte, bitte mach es mir noch einmal! Gib mir noch einen Finger, bitte!“, stöhnt Alena schon kurz danach weiter.

„Nichts dergleichen. Es ist schon gefährlich, dich hier überhaupt liegen zu lassen. Die Konzentration des Gases ist zwar so gering, dass du es nur mehr über die Atmung wahrnehmen kannst, aber es ist sicher nicht sehr hilfreich, dass deine anderen Schleimhäute hier so offen und frei liegen. Lass uns abhauen. Wenn du versprichst, dich zu benehmen, kann ich dir die Handfessel lösen, abgemacht?“

Sie sieht mich trotzig an, ich stehe auf und trete hinter den Baum. Mit einem Griff befreie ich sie, halte sie aber fest an den Armen.

„Kannst du aufstehen?“

„Ich könnte schon…“

„Dann tu es und stell dich da ein wenig breitbeinig hin. Gut so!“ Ich drehe sie um und ziehe ihre Hotpants zurecht. Die glattrasierte, nach wie vor pulsierende und dampfende Möse scheint sich gegen die erneute Bedeckung zu wehren. „Halt still! Wir sollten uns wirklich auf den Weg machen, mein Kind. Also sei bitte vernünftig.“

Alena murrt vor sich hin, aber ich lasse ihr keine Chance. „Nur zu deiner eigenen Sicherheit!“, sage ich, drücke ihr die Arme wieder auf den Rücken und lege ihr den Klettverschluss erneut an. Dann nehme ich meinen Rucksack ab und hole ein Halsband aus Latex mit einer Kette daran heraus. Alena wehrt sich nicht als ich es ihr anlege.

„Gut. Du folgst mir jetzt ohne Widerrede und ohne Mätzchen, okay?“

„Was, wenn nicht?“

„Dann werde ich dich betäuben und zurück zum Haus bringen. Deine Entscheidung…“

Ich warte ihre Antwort nicht mehr ab, sammle die Remington ein, drehe mich um, ziehe fest an der Kette in meiner Hand. Alena stolpert vorwärts auf mich zu, ich greife mir meine Machete und gehe los. Minutenlang läuft sie wortlos hinter mir her.

„Hey, David, ich glaube du kannst mich losmachen. Ich bin wieder ich, das Gas scheint sich abgebaut zu haben. David! Hast du mich gehört?“

„Hab ich. Aber du wirst jetzt einfach den Mund halten und mir folgen, bis wir an der Kultstätte angekommen sind. Dort bist du in absoluter Sicherheit.“

„Fuck, was ist das jetzt? Eine Strafe?“

„Nein, ich schleife nur einfach gerne Mädels gefesselt durch den Dschungel. Du hast deine Arme nicht unter Kontrolle, also helfe ich dir und jetzt sei endlich still, wir sind ohnehin bald da!“

Tatsächlich, nach ein paar Minuten lichtet sich der dichte Wald ein wenig, Sonnenstrahlen brechen durch das Blätterdach. Noch ein Stück weiter plötzlich eine Lichtung, teils mit Bäumen bewachsen, uralten Riesen, die sich majestätisch in den Himmel erheben. Ich ziehe Alena förmlich über die Lichtung, bis wir im Schatten eines dieser Riesen angelangt sind. Ich drehe mich um, hinter mir steht Alena, sichtlich erschöpft, dehydriert. Sie atmet schwer.

„Setz dich hier hin!“ Sie tut wie ihr geheißen. Ich nehme ihr das Halsband und die Fesseln ab, sie reibt sich die Handgelenke. „Und du kannst die Maske jetzt absetzen, hier sollten wir sicher sein.“

Ein langes Seufzen erklingt während sie sich die Bänder über den Kopf zieht und das Teil ablegt.

„Was du wahrscheinlich noch nicht so wirklich mitbekommen hast: die Wirkung der Orchideen erschöpft dich für gewöhnlich sehr. Nach so einem Anfall wirst du dich eine Zeit lang ziemlich ausgepowert fühlen, etwa so, als wärst du einen Halbmarathon gelaufen. Hängt natürlich von der Dosis ab, die du abbekommen hast. Das ist auch der eigentliche Grund für die Gefährlichkeit des Orchideengeruches. Wenn du nicht aus der Gefahrenzone rauskommst, stirbst du früher oder später einfach an Erschöpfung.“ Sie sitzt an den Baum gelehnt, die Beine locker gespreizt, ihr Rucksack neben ihr. Ihr Brustkorb hebt und senkt sich mit jedem der tiefen Atemzüge deutlich, ihre Titten drängen gegen das Latex und quellen aus der halbgeöffneten Jacke heraus. Sie legt ihre behandschuhte rechte Hand zwischen ihre Beine, betastet ihre Möse.

„David, ich spüre den Katheter. Es brennt wie die Hölle!“

„Dann zieh dich schon mal aus! Du wirst gleich anfangen, auszulaufen. Es brennt immer ein wenig, wenn du zu urinieren beginnst.“

„Was?“

Ich knie mich vor sie hin. „Komm, heb dein Becken hoch!“, sage ich. „Du wirst jetzt einfach locker lassen und dich auspissen, ganz ohne Schikane meinerseits. Durch den Katheter fühlst du es zwar, wenn sich deine Blase füllt, aber du verpasst fast sicher den richtigen Zeitpunkt, um dich zu entleeren. Leicht taubes Gefühl dort, oder?“ Ich lege ihre Hand beiseite, sie hebt mir ihren Arsch entgegen, spreizt dabei die Beine noch ein wenig mehr. Ich ziehe die Hotpants beiseite, massiere mit der anderen Hand ihren Bauch, übe dabei einen leichten Druck auf ihre Blase aus. Alena scheint den erotischen Moment all dessen deutlich wahrzunehmen, sie stöhnt ganz leise in sich hinein. Und sie verkrampft sich keine Sekunde lang, als sie plötzlich zu pissen beginnt. Ein fetter Strahl schießt aus ihr heraus, läuft zum Teil über meine Hand zwischen ihren Beinen, ich genieße den Ausblick, nähere mich ihrer Möse mit meinem Gesicht. Vor mir weitet sich diese Wundermöse ein wenig, ihr Kitzler liegt frei, ich kann ihren Urin riechen. Alles ist feucht, rinnt, verliert Flüssigkeit. Ich probiere ein paar Tropfen ihrer Pisse, sie schmeckt eigentlich nach gar nichts. Warmes Wasser läuft über meine Zunge, meine Lippen, mein Kinn. Ich lecke sie aus, höre auch nicht auf, als sie ihre Pisse nur mehr in kurzen, abgesetzten Strahlen verliert. Ich lecke sie sauber, leer, sauge die letzten Reste ihrer Pisse durch den Katheter direkt in mich hinein. Erst als sie trocken ist, lasse ich von Alenas Pussy ab. Ihr Kitzler pulsiert vor sich hin, sie lässt ihren Arsch langsam wieder zu Boden sinken, wirkt ermattet.

„Okay, David, lass mich nie allein in diesem verfluchten Wald! Das ist ja beinahe Selbstmord, hier zu sein.“ Immer noch scheint sie sehr erregt zu sein, sie atmet nach wie vor schwer.

„Mach dir keine Sorgen, meine Beste! Du wirst es lernen, hier zu überleben. Du wirst Routine bekommen und die Insel bald als Königin neben mir beherrschen. Das Getier in diesem Wald mag wild und gefährlich sein, aber meistens nicht tödlich. Selbst die Schlange vorhin hätte nicht unser Ende bedeutet. Ich verspreche dir, man kann hier ganz gut leben. Du musst dich nur auf einen Lernprozess einlassen.“

„Ich habe ja kaum eine andere Wahl, oder? Wann fangen wir an mit dem Training?“

„Du bist schon mittendrin. Hey, deine Reaktion auf die Schlange war vorbildlich. Du hättest nur die Maske nicht abnehmen sollen. Keine Sorge, wir werden dich konditionell so sehr auf Vordermann bringen, dass du mit der Maske im Gesicht rund um die ganze Insel joggen könntest.“

„Mannohmann, ich bekomme viel zu wenig bezahlt für all das. Nobelhure, Wissenschafterin, Söldnerin, medizinisches Versuchskaninchen… das kann sich nie ausgehen, David.“

„Was ich jetzt brauche, ist die Wissenschafterin in dir. Glaubst du, du schaffst das?“

„Was muss ich tun?“

„Die Kultstätte begutachten.“

„Dann zeig sie mir endlich!“

„Dreh dich um, check mal den Baum, an den du dich da anlehnst.“

„Der Baum?“ Sie dreht sich nach links, steht auf, geht um den Baum herum. „Das ist ja,… das kann doch nicht sein! Wie alt ist der Baum?“

„Genau kann ich es dir noch nicht sagen, weil ich bisher keine Probe genommen habe, aber ich schätze jedenfalls eine hohe dreistellige Zahl von Jahren.“

„Aber das ist unmöglich! Selbst wenn er tausend Jahre alt wäre… Verdammt! Wie alt ist die Zivilisation, die du hier vorgefunden haben willst?“

„Genauso schwer zu sagen. Darum bist du hier! Der Schwanzknochen, den ich hier gefunden habe, ist jedenfalls sehr alt, gute 5000 Jahre. Die Gravuren und Schnitzereien in diesem Baum dagegen müssen viel jünger sein. Dein Forschungsfeld. Aber das ist noch nicht alles. Komm mit, wir müssen den Schatten verlassen, zieh deine Jacke aus, wenn du möchtest, öffne die Reißverschlüsse an deinen Strümpfen, gut?“

„Hast du was zu trinken eingepackt?“

„Deine Feldflasche, da an deinem Rucksack. Voll mit Tee! Blasentee, wegen des Katheters, aber schmeckt vor allem kalt hervorragend.“

„Du Irrer!“, murmelt sie in sich hinein.